Das innere Kind und Selbstliebe – warum wir uns selbst oft so kritisch begegnen
- Tina Rüegg

- vor 5 Tagen
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Aktualisiert: vor 4 Tagen
Was das innere Kind und Selbstliebe miteinander zu tun haben
Selbstliebe klingt für viele Menschen einfach. Doch wenn wir ehrlich sind, fällt es uns oft leichter, Verständnis für andere aufzubringen als für uns selbst. Wir kritisieren uns, zweifeln an unseren Entscheidungen oder haben das Gefühl, nicht gut genug zu sein.
Dabei beginnt die Beziehung zu uns selbst nicht erst im Erwachsenenalter. Sie entsteht bereits in unserer Kindheit. Die Erfahrungen, die wir damals gemacht haben, prägen bis heute, wie wir über uns denken und fühlen.
Wie entsteht mangelnde Selbstliebe?
Als Kinder sind wir auf Liebe, Nähe, Anerkennung und Sicherheit angewiesen. Wir lernen durch die Rückmeldungen unseres Umfelds, wer wir sind und welchen Wert wir haben.
Wenn wir häufig kritisiert werden, wenig Bestätigung erhalten oder das Gefühl haben, nicht richtig zu sein, können sich innere Überzeugungen entwickeln. Oft entstehen daraus Glaubenssätze wie:
Ich bin nicht gut genug.
Ich muss leisten, um geliebt zu werden.
Ich darf keine Fehler machen.
Ich muss es allen recht machen.
Diese Überzeugungen begleiten uns häufig bis ins Erwachsenenalter, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.
Warum kritisieren wir uns selbst?
Viele Menschen tragen einen inneren Kritiker in sich. Er bewertet, vergleicht und erinnert uns ständig daran, was wir noch besser machen könnten.
Oft entstand dieser innere Kritiker nicht, um uns zu verletzen, sondern um uns zu schützen. Als Kind war Anpassung häufig eine Möglichkeit, Zugehörigkeit und Sicherheit zu bewahren.
Heute reagieren wir manchmal noch immer nach diesen alten Mustern. Wir stellen hohe Anforderungen an uns selbst und vergessen dabei, dass wir längst erwachsen sind und neue Erfahrungen machen dürfen.
Das innere Kind und Selbstliebe stehen in einem engen Zusammenhang.
Weshalb Selbstliebe heilsam ist
Selbstliebe bedeutet nicht, alles an sich perfekt zu finden. Es bedeutet vielmehr, sich selbst mit Verständnis, Mitgefühl und Wertschätzung zu begegnen.
Wenn wir lernen, unsere Gefühle anzunehmen und unsere Bedürfnisse ernst zu nehmen, entsteht eine tiefere Verbindung zu uns selbst. Alte Verletzungen dürfen gesehen werden und innere Anteile, die lange um Aufmerksamkeit gebeten haben, finden endlich Raum.
Selbstliebe schafft die Grundlage für mehr innere Ruhe, gesunde Grenzen und einen liebevolleren Umgang mit sich selbst.
Selbstliebe entwickeln – Schritt für Schritt
Selbstliebe entsteht selten von heute auf morgen. Sie wächst durch viele kleine Momente der Achtsamkeit.
Vielleicht beginnt sie damit, freundlicher mit dir selbst zu sprechen. Vielleicht damit, dir eine Pause zu erlauben oder deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.
Auch die Arbeit mit dem inneren Kind kann dabei unterstützen. Sie hilft uns, alte Verletzungen zu verstehen und den Anteil in uns wiederzufinden, der sich nach Liebe, Annahme und Geborgenheit sehnt.
Jeder kleine Schritt zählt. Denn die Beziehung zu dir selbst ist die wichtigste Beziehung in deinem Leben.
Wenn du das Gefühl hast, dass alte Erfahrungen dein heutiges Selbstbild beeinflussen, kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen. Veränderung beginnt oft dort, wo wir uns selbst mit Offenheit und Mitgefühl begegnen.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen – gerne begleite ich dich dabei.
Herzlichst,
Tina

Kann mangelnde Selbstliebe in der Kindheit entstehen?
Ja. Erfahrungen in der Kindheit prägen unser Selbstbild und beeinflussen oft, wie wir uns selbst wahrnehmen und bewerten.
Was bedeutet die Arbeit mit dem inneren Kind?
Dabei geht es darum, verletzte oder ungelöste Erfahrungen aus der Kindheit bewusst wahrzunehmen und ihnen mit Mitgefühl zu begegnen.
Kann man Selbstliebe lernen?
Ja. Selbstliebe ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Durch Hypnose, Coaching, Achtsamkeit, Selbstreflexion und innere Arbeit kann sie Schritt für Schritt wachsen.



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